Hey Anno Community,
Willkommen zum vierten und damit finalen DevBlog zur Anno History Collection. Dieses Mal widmen wir uns dem ewigen Fan-Liebling Anno 1404, und schauen was sich geändert und verbessert hat. Falls Ihr noch keine Chance hattet unsere drei vorherigen Blogs zu lesen solltet ihr das schleunigst nachholen, vor allem den Ersten:
Klassisches Gameplay auf modernen PCs
Wie zuvor beschrieben war unser Hauptziel, es möglichst einfach und unproblematisch zu gestalten, diese vier Klassiker (Anno 1602, 1503, 1701 und 1404) auf Euren modernen PCs zu spielen, ohne das über viele Jahre lieb gewonnene Gameplay zu verändern. Das trifft auch auf die Anno 1404 History Edition zu:
Das Spiel wurde komplett auf 64-bit only portiert, um vollen Nutzen vom Arbeitsspeicher in Eurem Rechner machen zu können, was sowohl Performance als auch Stabilität zugute kommt. Warum das gerade im Fall von Anno 1404 sehr wichtig ist, lest Ihr weiter unten.

Eine ländliche Idylle in Anno 1404 History Edition
Und das Ganze natürlich hochauflösend! Wie auch im Falle der anderen drei Spiele wird die Anno 1404 History Edition Auflösungen bis hin zu 4k unterstützen. Dabei wird sich die Größe des Benutzerinterfaces entsprechend anpassen, um sicherzustellen das Ihr jederzeit komfortabel spielen könnt.
Zudem läuft der erweitere Multiplayermodus jetzt über Uplay. Zusätzlich zur Lobby mit den bekannten Optionen haben wir eine Quickmatch-Funktion zur Spielersuche sowie die Desync-Recovery (falls ein Match nicht mehr bei allen Teilnehmern synchron laufen sollte) aus Anno 1800 eingebaut.
Anno 1404: Ein Spiel für die Ewigkeit
Wie im dazugehörigen Blog letzte Woche erklärt, war Anno 1701 ein Spiel der ersten Male. Es war nicht nur der erste Schritt in eine schöne neue vollständige 3D-Welt für Anno, sondern auch der erste Titel in der Serie des jetzigen Anno-Teams bei Ubisoft Mainz (gebürtig: Related Designs).
Nachdem sie sich also sehr erfolgreich ihre Anno-Sporen verdient hatten, machte sich das Team daran, das „Imperium“ zur „Neuen Hoffnung“ von Anno 1701 zu entwickeln. Und das gelang auf ganzer Linie: Als Anno 1404 im Sommer 2009 das erste Mal Segel setzte, zog es sofort die Spieler mit seinen detailverliebten Welten und dem geschäftigen Treiben in seinen Renaissancestädten in den Bann. Nachdem sie mit Anno 1701 ihre Beherrschung der klassischen Anno-Formel unter Beweis gestellt hatten, machte sich Related Designs daran, eben diese Formel mit einigen neuen Features – von denen viele auch eine Dekade später noch in Anno 1800 zu finden sind - gehörig aufzuwirbeln.
Als erstes in Auge stach dabei die Einführung des Orients als zweite spielbare Kultur neben dem europäisch-angehauchten Okzident. Einen zweiten architektonisch, geografisch und kulturell eigenständigen Part mit eigenen Einwohnerstufen, Produktionsketten und Gütern zu haben, begeisterte damals nicht nur die Anno 1404 Spielerschaft, sondern dürfte auch Industriemagnaten die Zeit in 1800’s neuer Welt oder der Passage verbracht haben bekannt vorkommen. Der Orient hatte sogar sein eigenes monumentales Bauprojekt mit der Sultans-Moschee (als Gegenstück zum Kaiserdom im Abendland), sowie regionales Gameplay mit den Norias.
Diese Konstruktionen gab es in zwei Varianten, die ganz wie in der echten Welt dazu genutzt wurden, das umliegende trockene Land zu bewässern, wodurch Spieler hier Farmen unterhalten konnte. Bis dato unbestätigten Gerüchten zufolge können sich Anno 1800 Spieler, die im Herbst mit unserem letzten Season 2 DLC ins „Land der Löwen“ reisen, auf eine neue Herangehensweise an das beliebte Noria-Konzept freuen. Anno 1404 legte auch verstärkten Wert darauf, die Welt mit zahlreichen KI-Charakteren wie dem gutmütigen Lord Northburgh und seinem weisen morgenländischen Pendant Großwesir Al Zahir, dem verachtenswerten Kardinal Lucius oder dem von Fans und Memes gleichermaßen gefeierten Leif Jorgenson zum Leben zu erwecken. Vor allem die zahlreichen Quests, die es für die Charaktere zu erfüllen gab, halfen ihnen dabei sich in das Community-Herz zu spielen.
Wie es gute Anno-Tradition war gab es auch zu 1404 im Folgejahr eine Erweiterung mit dem prägnanten Namen ``Venedig`` (einer der wenigen Fälle, in denen die fiktive Anno-Reihe sich eines echten Länder- beziehungsweise Städtenamens bediente). Mit der Erweiterung kam nicht nur der ersehnte Multiplayer, sondern auch einige beliebte neue Features. Hervorzuheben sind hier besonders das Spionagesystem, das Spielern interessante Wege gab ihren Gegnern auch ohne offene Kriegsführung Hindernisse in den Weg zu werfen, sowie das Ratssystem mithilfe dessen andere Inseln gekauft werden konnten (ähnlich den Inselanteilen in Anno 1800).

Mithilfe von Norias blüht der Orient
Obwohl Anno 1404 schon zuvor sehr beliebt war, erhob „Venedig“ das Spiel in den Olymp der Strategie-Klassiker, und das Spiel wurde bis zum Release von Anno 1800 generell als der Höhepunkt der Serie gesehen. Es war sicherlich kein Zufall, dass die nächsten beiden Annos nicht im Mittelalter angesetzt waren, sondern sich stattdessen der Entdeckung futuristischer Welten zuwandten. Tatsächlich sollten volle zehn Jahre ins Land gehen bevor die Serie 2019 mit Anno 1800 in ein historisch-inspiriertes Setting zurückkehrte.
Da Anno 1404 immer noch sehr gut aussieht und sich noch besser spielt haben wir unsere Aufmerksamkeit hier auf die Multiplayer-Funktionalität via Uplay (siehe oben) und die Abstürze im späten Spielverlauf konzentriert. Last uns als erstes mit einem Missverständnis aufräumen, das wir seit der Ankündigung der History Collection mehrfach gesehen haben: Die Abstürze, die im Endgame von 1404 auftreten können, sind keine „Bugs“, sondern ein Resultat der inhärenten Einschränkung, dass 32-bit Software nicht mehr als 4GB RAM adressieren kann. In anderen Worten: Falls Euer Imperium eine gewisse Größe erreichen sollte, kann es passieren, dass dem Spiel der nutzbare Arbeitsspeicher ausgeht und es zum Crash kommt. Hier sollten wir auch auf unsere allgemeine Philosophie für Anno verweisen, da wir keine harten Limits auf Gebäude oder Einwohnerzahlen festlegen wie es viele andere Strategiespiele tun. Stattdessen war unser Ansatz immer, die Spieler bauen zu lassen bis ihnen der Platz ausgeht oder sie ihre Hardware ans Limit pushen, und wir sind immer wieder fasziniert zu sehen, wie es findigen Spielern gelingt Tricks zu finden um noch ein paar hundert Einwohner mehr in ihre Städte zu quetschen (auch wenn jeder Beauftragte für Gebäudesicherheit vermutlich einen Herzinfarkt erleiden würde). Leider kam Anno 1404 im Sommer 2009 zu einer Zeit heraus, als 32-bit Software, Betriebssysteme und Prozessoren noch der Standard waren, so dass Spieler sich mit diesen Einschränkungen abfinden mussten. Mit der neuen 64-bit Version in der History Edition ist das Problem mit dem adressierbaren Arbeitsspeicher endlich in die Vergangenheit verbannt, und Ihr solltet ungestört bauen können. Bitte beachtet allerdings, dass aufgrund dieser Änderungen die Systemanforderungen der History Edition deutlich höher sind als die der teilweise doch sehr alten Originalspiele (aber natürlich trotzdem sehr bescheiden verglichen mit modernen Titeln).
Die Anforderungen für die Anno History Collection findet ihr hier: Anno 1404 History Edition
Andere Verbesserungen an der Anno 1404 History Edition sind:
- Multiscreen Support, damit sich Euer Reich nicht nur über die gesamte Spielwelt, sondern auch über mehrere Bildschirme erstrecken kann.
- Borderless Window Mode, natürlich als Zusatzoption neben den klassischen Vollbild- und Fenstermodi.
- Multi-Placement von Wohnhäusern, um in kürzester Zeit neue Siedlungen aus dem Boden stampfen zu könnenWeil wir die Frage schon in den Kommentaren kommen sehen: Ja, jeder bekommt das silberne Schiff. Viel Spaß!

Das heißbegehrte silberne Flaggschiff
Anno 1404 wird natürlich auch mit existierenden Spielständen kompatibel sein, so dass Ihr direkt von damals weiterspielen könnt.
Ihr werdet auch neue Szenarien erstellen könne, sowie existierende von Spielern erstellte Szenarien von früher spielen können. Ein kleiner Wermutstropfen: Das alte „Tor zur Welt“ wird es nicht mehr geben, aber natürlich gibt es heute eine reichhaltige Auswahl an Plattformen und Tools, um Inhalte mit anderen Spielern tauschen zu können.
Bleibt noch das sprachliche! Anno 1404 History Edition wird auf Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Polnisch und Tschechisch verfügbar sein.
Bonusinhalte
Wie schon im Blog zur Anno 1602 HE erwähnt haben wir Dynamedion damit betraut eine neue History Edition Suite mit Elementen aus der Musik aller vier Spiele zu komponieren, die Ihr natürlich ebenso wie den Rest des digitalen Anno 1404 Soundtracks genießen könnt. Zudem können sich Käufer über ein besonderes Wallpaper und ein Logo für Anno 1800 freuen. Wer zudem die komplette Anno History Edition auf Uplay bestellt erhält darüber hinaus ein besonderes Ornament, und ein zusätzliches fünftes Logo, dass nur mit der Collection erhältlich ist.
Und damit sind wir ein paar tausend Worte später schon am Ende unserer DevBlog-Serie zur Anno History Edition angelangt! Bleibt uns nur noch Anfang nächster Woche einen Blog mit einer Übersicht, wo ihr die Spiele kaufen könnt zu posten, bevor die History Collection am 25. Juni die Segel setzt. Bleibt gesund, und viel Spaß beim Bauen!

































